Über mich
Ich bin im Jahr 1942 als jüngstes Kind (zwei Brüder) in Krakau geboren.
Nach einem Umzug und recht kurzem Aufenthalt in Schlesien, sind wir 1945 in die Geburtsstadt meiner Mutter (Witten / Ruhr) geflüchtet.
Wir sind bei dem Vater meiner Mutter untergekommen. Mein Vater war zu dieser Zeit nicht anwesend und auch nach Kriegsende nicht.
Im Herbst 1945 zog meine Mutter mit ihren drei Söhnen in ein kleines Dorf in Niedersachsen in ein ehemaliges Munitionsdepot. Hört sich schrecklich an, war aber für uns Kinder ganz wunderbar.
Es lag mitten im Wald und es gab Spielmöglichkeiten in Hülle und Fülle.
Aber nach einen paar Jahren mussten wir diese Idylle verlassen und zogen in den eigentlichen Ort Dünsen.
Für mich damals wie die Vertreibung aus dem Paradies.
Früh entdeckte ich meine Vorliebe für Mecki, den Redaktionsigel der HÖRZU. Ich habe seine Abenteuer geliebt. Das tollste war „Mecki im Schlaraffenland“. Zu Weihnachten habe ich dann mein Schlaraffenland bekommen: so groß wie eine Tischplatte! Von meinem Bruder Gunter das erste Comic-Heft von Disney. Ich malte diese Figuren nach. Pinocchio und Micky Maus. Toll die Abenteuer von „Alice im Wunderland“. So habe ich das Malen und Zeichnen für mich entdeckt.
Ich besuchte die Volksschule (4 Klassen in einem Raum – welche gleichzeitig unterrichtet wurden).
Während der Sportstunden habe ich lieber gezeichnet – man hat mich gelassen.
Nach der 8. Klasse sollte „der Ernst des Lebens“ beginnen. Ich bekam etwas Aufschub, in dem man mich auf eine Handelsschule in Bremen schickte.
Danach begann ich eine Lehre zum Groß-Handelskaufmann, nach deren Abschluss wurde ich zur Bundeswehr eingezogen.
Nach dem Wehrdienst fand ich eine Anstellung in einer Zigaretten- und Tabakfabrik und bemerkte nach einiger Zeit, dass das kaufmännische Angestelltenleben nicht das meine sein wollte.
Ich bewarb mich daraufhin bei einer Zeichenschule im Rheinland. Nach dessen Absolvierung wurde mir klar, dass ich kreativ und künstlerisch tätig sein wollte. In den Semesterferien jobbte ich bei einer Firma für Grafik und Messebau. Nach Abschluss des Studiums arbeitete ich als Siebdrucker, später kurz in einer kleinen Werbeagentur.
Bei Radio Bremen hatte ich verschiedene Jobs als Springer, u.a. auch in der Presseabteilung, wo ich meine graphischen Fähigkeiten einbringen konnte.
Im Herbst 1970 bewarb ich mich bei der Fernsehgrafik des NDR. Die ersten sieben Jahre habe ich dort als freier Grafiker gearbeitet und wurde danach festangestellt.
Die Arbeitsthematik war sehr vielseitig. Erklärstücke für das Kursus- und Bildungsprogramm, kurze Tricksequenzen, Requisiten für Spielfilme, Print (Plakate, Broschüren, Begleithefte), Vor- und Nachspänne für Filme (Typographie), Filmankündigungen (Trailer), Hintergründe, Landkartengestaltung, Statistiken, Präsentation für einen Nachrichtenblock und vieles anderes.
Am Anfang (das 3. Programm sendete nur in schwarz/weiß) wurde noch mit Pinsel und Plaka gearbeitet. Die Schriften per Gummistempel gefertigt oder Fotosatz (Dia-Type), dann gab es die Anreibebuchstaben (LetraSet).
Es wurde technischer, denn Airbrush kam hinzu. Dann kamen die ersten Computer. Farbe, Pinsel, Papier – all das konnte man plötzlich vergessen. Der Computer eroberte die gesamte Fernseh- und Arbeitswelt.
Mit 60 Jahren habe ich mich pensionieren lassen und genieße seitdem die Freiheit, „nichts zu müssen“.
Anfang 2016 habe ich wieder angefangen zu zeichnen und mit Materialien zu arbeiten. Die Ergebnisse können Sie auf dieser Webseite in meiner Galerie sehen. Die Arbeiten entstanden – und entstehen – überwiegend während des Fernsehens am Abend; das Fernsehen lässt mich wohl nicht los... :-)